Regula Hehli
Beraterin

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Berufsbild Aktivierungsfachfrau/-mann HF

Aktivierungsfachfrauen und Aktivierungsfachmänner unterstützen kranke und behinderte Menschen darin, ihre Lebenssituation aktiv mitzugestalten. Dazu befassen sie sich mit dem Lebenslauf, der sozialen Situation, dem Befinden, den Möglichkeiten und Einschränkungen dieser Menschen. Aktivierungsfachleute gestalten ein Therapieprogramm nach individuellen Bedürfnissen und wählen therapeutische Mittel: musische, geistige, gestalterische und lebenspraktische Aktivitäten. Damit aktivieren und fördern sie die Fähigkeiten kranker oder behinderter Menschen – auch solcher mit schwerwiegendsten Einschränkungen.

Arbeitsfelder
Aktivierungsfachfrauen und Aktivierungsfachmänner arbeiten in Pflegezentren, Altersheimen, Tagesheimen und -kliniken, psychiatrischen Kliniken, Behindertenwohnheimen und Spezialkliniken.

Alltagsbeispiel Manuela Siegrist, Aktivierungsfachfrau
Die verwitwete Frau Berger konnte nach einem Spitalaufenthalt nicht mehr in ihre Wohnung zurückkehren. Wegen eines Hirnschlags leidet die 78-Jährige an einer Sprachstörung und einer Lähmung auf der rechten Seite. Deshalb ging sie nun ins Pflegeheim. Die Aktivierungsfachfrau Manuela Siegrist begleitete bereits den Eintritt und die Integration von Frau Berger ins Heim. Sie informierte sich über ihre Biografie, die aktuelle körperliche, geistige und psychosoziale Situation sowie über die Interessen, Bedürfnisse und Wünsche der neuen Bewohnerin. Dabei stellte sich heraus, dass Frau Berger früher viel musiziert und gesungen hat. Zudem hat sie sich gerne bewegt und für Literatur interessiert. Heute arbeitet Manuela Siegrist mit der Bewohnerin gemeinsam ein Therapieprogramm aus, das diese anspricht. In ausgewählten Gruppen soll Frau Berger ihre vorhandenen Fähigkeiten einsetzen sowie Kontakt, Zugehörigkeit und Gemeinschaft erfahren.