Das erste Semester ist geschafft!

Mai 2019, Qendresa Gemoli

Als ich letzten Sommer an die drei Ausbildungsjahre dachte, die mir bevorstehen, erschien es mir sehr lang. Viel haben mir gesagt "du wirst sehen wie schnell die Zeit verfliegt" und ja, so war es; schon habe ich ein Semester hinter mir.

Zu Beginn meiner Lehre war alles neu für mich. Neue Schule, neue Menschen, neue Fächer etc. Ich freute mich auf das spannende Abenteuer, das auf mich zukommen würde. Und ja, je öfter ich mit den verschiedenen Menschen zu tun habe, desto besser lerne ich sie kennen und es wird für mich auch angenehmer.

Ich habe mich mit der Zeit auch an die Schule gewöhnt. Anfänglich musste ich mir jeweils einen Ruck geben um für die Prüfungen zu lernen. Doch wenn man Gas gibt, zeigen sich auch erste gute Ergebnisse. Ich lernte verschiedenen neue Fächer kennen, wie zum Beispiel Berufskunde und Kommunikation. Das Fach Berufskunde wird in verschiedenen Ausbildungsbereichen behandelt, in der Viventa und auch in der allgemeinen Berufskunde im Careum. Insgesamt haben wir dieses Fach dreimal pro Woche und nehmen jeweils unterschiedliche Themen durch. Bei der Berufskunde im Careum geht es hauptsächlich um die Anatomie und Physiologie des Menschen. Wir lernen welche Funktion ein Muskel oder ein Knochen hat, erkundigen die verschiedenen Hautkrankheiten etc. Alle Themen im Bereich Berufskunde sind miteinander verbunden, das Gelernte im Viventa hilft mir auch bei der Berufskunde im Careum und umgekehrt. Die so erlernten Kompetenzen nennt man dann Querkompetenzen.

Ein weiteres spannendes Fach ist die Allgemeinbildung (ABU). Dort lernen wir viel für die Zukunft, wie zum Beispiel Steuererklärung ausfüllen oder eine Mängelrüge verfassen etc. Ich finde jeder Anfang ist schwer, aber, wenn man mal in seinem Element ist und die Motivation und Lust für das was man gerne macht gefunden hat, dann klappt es auch.

Genau so ging es mir auch bei der Arbeit. Mit der Zeit wurde es für mich wie Routine. Ich wusste Tag für Tag mehr, wie zum Beispiel, welche Bewohner an welchem Tag geduscht werden oder welche Aktivierungen wann stattfinden. Auch die erste praktische Prüfung (Kompetenznachweis) habe ich bereits hinter mir. Fürs nächste Mal weiss ich jetzt auf was ich dabei achten muss. Da sich die Kompetenzen sehr unterscheiden, sollte man sich vorher jeweils immer gut vorbereiten.

Zusätzlich steigern kann sich immer. Das habe ich bei mir selber sehr gemerkt, als ich auch die erste Prüfung in der Schule absolvierte und keine Ahnung hatte, was auf mich zukommen wird. Im ganzen ersten Semester gab es neun verschiedene Prüfungen. Auch eine Präsentation die ich über die Religion Islam gehalten habe, galt als eine Prüfungsnote. Zum Glück schrieb ich gute bis sehr gute Noten. Deshalb wartete ich auch gespannt und mit Freude auf mein erstes Zeugnis. Mein Tipp an alle Berufseinsteiger: Lasst euch nie runterkriegen, macht die Dinge so wie ihr es für richtig haltet und wie es für euch am besten geht. Denn deine eigenen Ziele erreichst nur du selbst und niemand anderes.

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Qendresa Gemoli

Qendresa Gemoli befindet sich im 1. Lehrjahr als Fachfrau Gesundheit Im Alterszentrum St. Peter und Paul Zürich. Warum sie sich für eine Ausbildung im Gesundheitswesen entschieden hat und wie sie die Arbeit in der Langzeitpflege erlebt, erzählt sie im PulsBlog.