Kinderspital

Wer mit Kindern arbeitet, braucht grosses Beobachtungs- und Einfühlungsvermögen. Denn gerade die ganz Kleinen können sich noch nicht in Worten ausdrücken. Die Pflegefachleute überzeugen Kinder, mitzumachen, wenn sie Medikamente einnehmen oder für eine Untersuchung stillsitzen sollen. Sie tun dies auf eine Art und in einer Sprache, die Kinder verstehen. Manchmal trösten die Pflegenden einen kleinen Patienten auch einfach übers Heimweh hinweg. Das braucht Geduld und Freude an Kindern.

Im Arbeitsfeld «Kinder, Jugendliche, Familie, Frau» arbeiten Pflegefachleute mit

  • Kindern – von Neugeborenen bis zu Jugendlichen von etwa 16 Jahren
  • sowie deren Angehörigen
  • und Frauen vor und nach der Geburt.

Auf der Neonatologie arbeiten Pflegefachleute mit kranken Früh- und Neugeborenen sowie mit deren Eltern. Auf einer Wochenbett-Abteilung haben die Pflegenden vor einer Geburt mit Müttern und Vätern zu tun – und danach mit ihren Neugeborenen. Dabei ist es wichtig, die Mütter zu beraten, wie die Neugeborenen richtig gepflegt werden. Oder wenn es ums Stillen oder andere Vorgänge nach der Geburt geht. Vor allem beim ersten Kind sind Eltern oft unsicher.

Ins Kinderspital kommen zudem Kinder und Jugendliche mit allerlei Unfällen und Krankheiten. In einer Rehabilitation leben die jungen Patientinnen und Patienten oft über Monate. Hier kommt zur pflegerischen Arbeit mit Patienten auch jene mit den Eltern hinzu. Für die Angehörigen ist der Spitalaufenthalt eines Kindes mit einer ernsthaften Krankheit sehr belastend. Sie brauchen Unterstützung in dieser schwierigen Zeit. Wenn Kinder oder Jugendliche länger im Spital bleiben, kommen zudem Kindergärtnerinnen oder Lehrer ans Bett. Auch sie und die Mitarbeitenden des psychologischen Dienstes sind Teil des Teams, das sich um die Patientinnen und deren Angehörigen kümmert.