|
Zum Beispiel Mai Chen, Ergotherapeutin
Vor
acht Wochen erlitt Frau Suter einen Schlaganfall und ist seither
rechtsseitig gelähmt. Während ihres Spitalaufenthaltes wird sie auch
von der Ergotherapeutin Mai Chen behandelt. Eines der Therapieziele ist
es, dass sich die Patientin trotz ihrer Behinderung wieder selbständig
ankleiden kann. Mai Chen beobachtet Frau Suter bei ihren Bewegungen
und Tätigkeiten. So kann sie mit ihr das Ankleiden gezielt üben und ihr
allenfalls Hilfsmittel wie Halteklammern und lange Schuhlöffel geben.
Kurz vor dem Spitalaustritt geht Mai Chen zusammen mit Frau Suter in
deren Wohnung und instruiert sie, wie sie trotz ihrer Lähmung die
Haushaltsarbeiten ausführen kann. Spezielle Werkzeuge erleichtern ihr
das Gemüserüsten, Kochen und vieles mehr. Frau Suter hat aber nach
wie vor Mühe, deutlich zu sprechen. Auch ihr rechter Arm und ihre
rechte Hand haben sich von der Lähmung noch nicht richtig erholt.
Deshalb kommt sie nun noch zweimal in der Woche in die ambulante
Ergotherapie. Ausser den gezielten Übungen zur Förderung der
Beweglichkeit des Arms stehen Konzentrations- und Gedächtnistraining im
Vordergrund. Bis zur bestmöglichen Selbständigkeit werden Patientin und
Ergotherapeutin noch oft zusammen arbeiten. Zurück zum Berufsbild
|